Im Europäischen Parlament sorgte die spanische Abgeordnete Irene Montero für Aufsehen, als sie am Dienstag eine abgewandelte Version des „Happy Birthday“-Lieds für Donald Trump anstimmte und ihn dabei als „Mister Genocide“ bezeichnete. Diese Aktion fand während einer Debatte mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas über die Rolle der EU im Nahen Osten statt. Kallas sprach über einen Friedensvertrag zwischen den USA und dem Iran, den Trump angekündigt hatte. Montero kritisierte nicht nur Trump, sondern auch die EU und stellte in Frage, was Europa an einem solchen Anlass feiere und wies darauf hin, dass Iran feiere, weil es „gewonnen“ habe. Während sie über Trumps 80. Geburtstag sprach, verglich sie ihn sogar mit dem Aufbau eines „Römischen Reiches“ und forderte Kallas auf, ihre Feierlichkeiten zu erklären.

Montero, die von 2020 bis 2023 Ministerin für Gleichstellung in Spanien war, hat Trump bereits zuvor als „Hitler des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet und gefordert, dass Europa ihn isoliert und die NATO verlässt. Ihre Kritik an Trumps Politik ist nicht neu; im Januar 2025 bezeichnete sie ihn als „Delinquenten“ und „Faschisten“ aufgrund seiner Grenzpolitik in den USA. Sie äußerte auch Bedauern über seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2024 und die negativen Auswirkungen auf den Feminismus. Ihre Äußerungen zur Migrationspolitik der spanischen Regierung, die sie als Wahlstrategie zur Ersetzung konservativer Wähler durch Ausländer sieht, unterstreichen ihre politische Position.

Monteros Anti-Kriegs-Rhetorik

In ihrer Rede im Europäischen Parlament ging Montero verstärkt auf die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran ein. Sie argumentierte gegen internationale Interventionen in mögliche Konflikte im Nahen Osten und forderte Trump auf, die persönlichen Kosten von Kriegen für die Familien der Führungskräfte zu bedenken. Ihre provokante Bemerkung: „Send your son, Donald Trump, if you want war,“ verdeutlicht ihre Anti-Kriegs-Haltung. Sie kritisierte die militärischen Aktionen der USA und Israels als erhebliche Bedrohungen für die globale Sicherheit und stellte die Vorstellung, dass militärische Angriffe gegen Iran den Frauen in der Region zugutekommen würden, in Frage. Montero fordert zudem den Rückzug Spaniens aus der NATO, was in der Öffentlichkeit auf starke ideologische Reaktionen stieß.

Die Reaktionen auf ihre Rede waren polarisiert. Unterstützer lobten sie für ihren klaren Standpunkt gegen Kriege, während Kritiker sie der Heuchelei in Bezug auf die internen Herausforderungen Spaniens beschuldigten. Die virale Verbreitung ihrer Rede fiel zeitlich mit aktuellen Äußerungen von Trump über ein Ultimatum an die iranische Regierung zusammen. Bis zum Zeitpunkt dieses Berichts gab es keine offizielle Reaktion des Weißen Hauses oder von Trumps Vertretern auf Monteros Kommentare. Ihre Äußerungen spiegeln eine langjährige Tradition der Anti-Kriegs-Stimmung in bestimmten Sektoren der spanischen politischen Linken wider und verdeutlichen die anhaltenden Spannungen zwischen europäischen linken Abgeordneten und der US-Außenpolitik, während soziale Medien eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung parlamentarischer Debatten an ein globales Publikum spielen.

Hintergrund zu Irene Montero

Irene Maria Montero Gil, geboren am 13. Februar 1988 in Madrid, ist Psychologin und Politikerin der Partei Podemos. Sie war von 2016 bis 2023 Parlamentsabgeordnete für Madrid und wurde von Ministerpräsident Pedro Sánchez als Ministerin für Gleichstellung berufen. Montero ist seit 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments. Ihr politisches Engagement begann früh; mit 15 Jahren trat sie dem Kommunistischen Jugendverband bei und engagierte sich in der Plattform der von Hypotheken betroffenen Menschen. 2014 trat sie der Partei Podemos bei und übernahm die Leitung des Büros von Pablo Iglesias. Ihre Karriere ist geprägt von einem starken Einsatz für feministische und soziale Themen.

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Während ihrer Zeit als Ministerin war Montero maßgeblich an der Verabschiedung eines Gesetzes beteiligt, das Sexualkontakte nur mit ausdrücklicher Zustimmung erlaubt. Dieses Gesetz führte zur vorzeitigen Entlassung zahlreicher Sexualstraftäter und zu einer Revision des Gesetzes im Jahr 2023. Montero, die in der politischen Szene Spaniens eine bedeutende Rolle spielt, wird als potenzielle Spitzenkandidatin der Podemos-Partei für die Parlamentswahl 2027 gehandelt. Ihre klaren Positionen zu internationalen Themen und ihre kritische Haltung gegenüber der US-Politik machen sie zu einer zentralen Figur in der aktuellen politischen Diskussion.

Für weitere Informationen über Irene Montero und ihre politischen Aktivitäten, besuchen Sie bitte Wikipedia.