Am 4. und 5. Juli 2026 wird der Iran ein zweitägiges Begräbnis für den ehemaligen Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei abhalten. Diese Ankündigung geht einher mit Drohungen gegen die USA und Israel, die während der Trauerfeier keine Angriffe starten sollen. Militärkommandeur Ali Abdollahi warnte vor harter Vergeltung bei jeglichen Bedrohungen. Khamenei, der am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff getötet wurde, wurde am Freitag in die Hauptgebetshalle der Grand Mosalla Moschee in Teheran überführt, wo die erste Phase des Begräbnisses begann. Erwartet werden Delegationen aus etwa 30 Ländern, darunter hochrangige Beamte und Staatsoberhäupter, während Vertreter aus mehreren europäischen Ländern, wie Italien und Großbritannien, ebenfalls anreisen, um über das Ereignis zu berichten.

Besonders bemerkenswert ist, dass europäische Führer aufgrund ihrer Unterstützung für US- und israelische Militäraktionen gegen den Iran nicht eingeladen wurden. Unter den Anwesenden werden Staatsoberhäupter wie der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif, der armenische Premierminister Nikol Pashinyah und der georgische Präsident Mikheil Kavelashvili erwartet. Auch Vertreter Russlands, Chinas und der Taliban haben ihre Teilnahme angekündigt. Khamenei wird am 9. Juli in Mashhad beigesetzt, einem wichtigen Pilgerort für Schiiten, und nach der Beerdigung sind weitere Zeremonien und Gedenkveranstaltungen für 40 Tage geplant.

Einladung zur Trauerfeier und Verkehrseinschränkungen

Präsident Masoud Pezeshkian hat alle Iraner zur Teilnahme am Begräbnis eingeladen, wobei alle öffentlichen und privaten Büros in Teheran von Samstag bis Montag geschlossen bleiben. In der Innenstadt wird es zudem zu Verkehrseinschränkungen kommen, während der Luftraum Teherans ab Freitag teilweise und am Montag vollständig geschlossen wird. Die Trauerfeiern in Teheran finden vom 4. bis 6. Juli statt, gefolgt von einer weiteren Zeremonie in der heiligen Stadt Qom am 7. Juli.

Die geopolitische Lage und Khameneis Vermächtnis

Khamenei, der Iran seit 1989 führte, hinterlässt ein Erbe, das durch die militärischen und paramilitärischen Strukturen geprägt ist, die er maßgeblich beeinflusste. Seine Ermordung erfolgte im Kontext eines anhaltenden Krieges zwischen den USA und Israel, der im Juni 2025 mit einem israelischen Angriff auf iranische Ziele begann. Diese Angriffe führten zu erheblichen Verlusten, während der iranische Sicherheitsapparat unter Verdacht steht, geschwächt worden zu sein. Trotz dieser internen Rückschläge versucht die iranische Führung, die Vereinbarung zwischen Hamas und Israel als Erfolg zu präsentieren, während der Iran weiterhin isoliert bleibt und die Unterstützung seiner Verbündeten wie Hisbollah und Huthis schwindet.

Die Beerdigung Khameneis könnte somit nicht nur ein inneriranisches Ereignis darstellen, sondern auch als Indikator für die geopolitischen Spannungen und die fragile Lage des Landes im Nahen Osten dienen. Die internationale Gemeinschaft wird gespannt beobachten, wie sich die Situation entwickeln wird, insbesondere im Hinblick auf Khameneis Nachfolger, Mojtaba Khamenei, der seit dem Beginn des Krieges aus der Öffentlichkeit verschwunden ist und dessen mögliche Rolle in den kommenden Tagen ungewiss bleibt.

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Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie die vollständigen Artikel auf Breitbart, Al Jazeera und Tagesschau nachlesen.