In einem aktuellen Interview auf dem Fox News Channel sprach Präsident Donald Trump über Chinas Einfluss auf den Iran. Er betonte, dass China unter der Führung von Xi Jinping „wahrscheinlich“ in der Lage ist, Einfluss auf Iran auszuüben, jedoch ohne militärische Aggressionen. Trump stellte klar, dass Xi „nichts Feindliches“ in Bezug auf die USA und Iran unternommen hat und dass es während ihrer Gespräche keine militärischen Konflikte zwischen China und den USA gibt. Eine entscheidende Aussage von Xi sei gewesen, dass er keine militärischen Ausrüstungen an Iran liefern wird, was Trump als bedeutend erachtete.
Der Präsident hob hervor, dass Iran einen beträchtlichen Teil seines Öls, geschätzt auf 40%, an China verkauft. Diese Abhängigkeit zeigt, wie wichtig die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind. Trump merkte zudem an, dass Xi bestrebt sei, die Beziehung zu Iran aufrechtzuerhalten, insbesondere angesichts der strategischen Bedeutung der Straße von Hormuz, die Xi offen halten möchte. Dabei äußerte er auch Bedenken hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen von Mautgebühren für den Iran.
Chinas wirtschaftliche Verflechtungen mit Iran
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Iran sind nicht zu unterschätzen. Laut der U.S.-China Economic and Security Review Commission bezieht China einen erheblichen Teil seines Ölbedarfs aus Iran und ist der größte Handelspartner des Landes. Schätzungen zufolge kauft China rund 90 Prozent des iranischen Öls. Diese enge wirtschaftliche Verflechtung wird durch verschiedene Methoden wie Satellitenbilder und Schiffsvergleiche dokumentiert, um Exporte und Transfers von iranischem Öl und Gas-Kondensat zu schätzen.
Die militärischen Beziehungen zwischen den beiden Nationen sind ebenfalls von Bedeutung. China hat Iran mit militärischen Ausrüstungen beliefert, darunter Angriffsdrohnen, und es gibt laufende Diskussionen über den Verkauf ballistischer Raketen. Iran steht kurz vor einem Deal zum Kauf von Überschall-Anti-Schiff-Raketen aus China, was die strategischen Ambitionen Chinas in der Region unterstreicht.
Chinas Rolle in der geopolitischen Landschaft
Die geopolitische Landschaft des Nahen Ostens wird von den engen Beziehungen zwischen China und Iran geprägt. Im März 2025 fand ein gemeinsames Manöver der Marine Irans mit Kriegsschiffen Russlands und Chinas im Golf von Oman statt. Diese militärische Kooperation zeigt, dass China nicht nur als wirtschaftlicher Partner fungiert, sondern auch als strategischer Verbündeter auftritt.
China ist bestrebt, die Stabilität in der Region zu wahren, da es kein Interesse daran hat, dass Iran über Atomwaffen verfügt. Dies wird durch die Kritik des chinesischen Außenministers Wang Yi an israelischen Angriffen auf den Iran deutlich, die er als Verstöße gegen das Völkerrecht bezeichnete. China hat angeboten, im Konflikt zwischen Israel und dem Iran zu vermitteln, obwohl die Beziehungen zu Israel sich seit dem Hamas-Angriff im Oktober 2023 verschlechtert haben.
Mit der zunehmenden Komplexität der internationalen Beziehungen und den sich verändernden Machtverhältnissen im Nahen Osten wird Chinas Einfluss auf den Iran und die Region weiterhin von Bedeutung sein. Die Balance zwischen der Unterstützung Irans und den Beziehungen zu anderen Akteuren, wie Saudi-Arabien, wird eine Herausforderung für die chinesische Außenpolitik darstellen.