Am 10. April 2026 wurde die Festnahme eines jungen Israelis, Ami Gaydarov, bekannt, der wegen seiner Beteiligung an einem von Iran unterstützten Bombenanschlag auf einen hochrangigen israelischen Beamten, vermutlich den ehemaligen Ministerpräsidenten Naftali Bennett, angeklagt wurde. Der 22-Jährige aus Haifa wurde bereits im März festgenommen, doch die Medien durften erst jetzt über diesen brisanten Fall berichten. Die Festnahme war das Ergebnis einer gemeinsamen Untersuchung des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin Bet und der nationalen Kriminalpolizei Lahav 433.
Gaydarov war ein aktiver Nutzer der Messaging-Plattform Telegram, über die er im August 2025 Kontakt zu iranischen Operativen aufnahm und seine Dienste gegen Bezahlung anbot. Insgesamt erhielt er etwa 23.000 US-Dollar, größtenteils in Kryptowährung und über PayPal. Er wurde beauftragt, dual-use Chemikalien zu beschaffen und ein Bombenlabor einzurichten. Dazu mietete er eine Wohnung im Stadtzentrum von Haifa, wo er zwischen acht und zehn Kilogramm explosiven Materials herstellte und sogar einen erfolgreichen Testdetonationsversuch durchführte, den er mit seinem Smartphone dokumentierte. Das Video der Explosion ist nun Teil der Beweismittel gegen ihn.
Details zur Spionagetätigkeit
Die Ermittlungen ergaben, dass Gaydarov auch Informationen für seine iranischen Auftraggeber sammelte, darunter sensible Daten zu iranischen Raketenangriffen in Haifa sowie strategische Informationen über Israels Notfallmaßnahmen und Fotos von Einrichtungen im Hafen von Haifa. Besorgniserregend ist, dass er sogar versuchte, den Standort eines US-Zerstörers zu bestimmen, der auf den Hafen von Haifa zusteuerte. Maor Goren, der leitende Ermittler, erklärte, dass Gaydarov bis zur Nacht vor seiner Festnahme aktiv für die Iraner tätig war und eine große Menge an explosivem Material produzierte. Goren betonte, dass jeder Fehler im Umgang mit diesem Material zu einer verheerenden Explosion hätte führen können.
Zusätzlich zu Gaydarov brachte er vier Freunde in seinen Plan ein, die ihm bei der Beschaffung der benötigten Materialien halfen. Ein Mitverschwörer, der als Überlebender des Hamas-Massakers beim Nova-Musikfestival am 7. Oktober 2023 gilt, könnte unter psychologischen Traumata leiden. Alle Mitverschwörer gestanden ihre Taten und zeigten Reue, als die Beweise gegen sie präsentiert wurden. Israeli Sicherheitsbeamte bewerten den Fall Gaydarov als eine „ernsthafte Eskalation“ der iranischen Spionageaktivitäten in Israel.
Regionale Reaktionen und die Sicherheitslage im Iran
Im Kontext dieser Entwicklungen hat Teheran mit massiven Verhaftungen auf Luftschläge des Westens und wachsende Spionageverdachts reagiert. Berichten zufolge wurden Dutzende Festnahmen im Iran vorgenommen, wobei 20 Personen im Nordwesten des Landes festgenommen wurden. Diese Verdächtigen sollen Standortdaten militärischer Anlagen an israelische Geheimdienste übermittelt haben. Die Revolutionsgarden warnen zudem vor der Aktivierung von „Söldnern“, die Unruhen schüren sollen.
Die Sicherheitskräfte im Iran setzen verstärkt auf digitale Überwachung, um Spionage zu bekämpfen. Viele Festnahmen resultieren aus der Analyse der Kommunikation der Verdächtigen. Internationale Menschenrechtsorganisationen äußern Bedenken in Bezug auf mögliche Schauprozesse und Folter im Zuge dieser Festnahmen. Militärische Realität zeigt, dass Informationen aus dem Iran nach außen dringen und die Aufdeckung von Spionage könnte zu aggressiveren Gegenmaßnahmen Teherans führen, was die regionale Stabilität weiter gefährden könnte.
In Israel zeigt dieser Fall auch die zunehmende Besorgnis über die Sicherheit im eigenen Land. Im Februar 2026 unterzeichnete der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu eine Anordnung zur Entziehung der Staatsbürgerschaft von Israelis, die wegen Terrorismus verurteilt wurden, basierend auf einem Gesetz, das 2023 mit Mehrheit im israelischen Parlament verabschiedet wurde. Diese Maßnahmen reflektieren die anhaltende Bedrohung durch iranische Spionage und die Notwendigkeit, die nationale Sicherheit zu stärken.
Die Entwicklungen rund um Ami Gaydarov werfen ein Schlaglicht auf die komplexen und spannungsgeladenen Beziehungen zwischen Israel und Iran sowie auf die Herausforderungen, mit denen beide Länder konfrontiert sind. Ob diese Ereignisse zu einer weiteren Eskalation führen werden, bleibt abzuwarten.
Für weitere Informationen zu diesem Thema, siehe auch die ausführlichen Berichte von Breitbart und Berlin Morgen.