Am Sonntag wurde ein fragiler Waffenstillstand im Iran-Konflikt erneut getestet. Unklare Drohnen setzten ein Frachtschiff vor der Küste Katars in Brand und drangen in den kuwaitischen Luftraum ein. Qatar und Kuwait berichteten von keinen Verletzten bei den Angriffen. Der Waffenstillstand besteht seit einem Monat und wird von der Trump-Administration als weiterhin gültig betrachtet. Die Situation bleibt angespannt, da Iran den Verkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormuz eingeschränkt hat, während die USA eine Blockade iranischer Häfen verhängt haben und auf Irans Antwort zu einem neuen Vorschlag zur Beendigung des Krieges warten. U.S. Präsident Donald Trump drohte mit einer Wiederaufnahme von Bombardements, falls Iran dem Abkommen nicht zustimmt. Iran hat die Straße von Hormuz seit den gemeinsamen Luftangriffen der USA und Israels am 28. Februar weitgehend blockiert.
Ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen ist der Bestand an hochangereichertem Uran in Iran. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) besitzt Iran mehr als 440 kg Uran mit einer Anreicherung von bis zu 60%. Ein Sprecher des iranischen Militärs erklärte, dass die Streitkräfte in „voller Bereitschaft“ seien, um nukleare Standorte zu schützen. Die Mehrheit des hochangereicherten Urans befindet sich wahrscheinlich im Isfahan-Kernkraftwerk. Am Sonntag zielte eine Drohne auf ein kommerzielles Schiff, das aus Abu Dhabi kam, und setzte es in Brand, 23 Seemeilen nordöstlich von Dohas Hauptstadt. Der Angriff erfolgte ohne Angaben zum Eigentümer oder zur Herkunft des Schiffs.
Reaktionen und Eskalation
Am Freitag griffen die USA zwei iranische Öltanker an, die versuchten, die Blockade zu durchbrechen. Die iranische Revolutionsgarde warnte, dass Angriffe auf iranische Öltanker mit einem „schweren Angriff“ auf US-Stützpunkte beantwortet würden. In Kuwait drangen feindliche Drohnen in den Luftraum ein, woraufhin die Verteidigungskräfte gemäß den festgelegten Verfahren reagierten. Pakistan vermittelt weiterhin während des Waffenstillstands; der pakistanische Premierminister sprach mit seinem katarischen Amtskollegen über die regionale Situation und Friedensbemühungen.
Die Situation hat sich jedoch weiter verschärft. Israel und die USA führen weiterhin Angriffe auf den Iran durch, und Iran reagiert mit Gegenangriffen, die auch andere Länder in der Golfregion betreffen. Im Libanon sind Hunderttausende Menschen auf der Flucht, während Israel seit Samstag über 2.500 Kampfeinsätze geflogen hat, die militärische Infrastruktur des Iran zum Ziel haben. Unter den Opfern dieser Angriffe sind Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei und mehrere Militärvertreter. In Teheran, der Hauptstadt mit etwa 15 Millionen Einwohnern, gab es schwere Bombardierungen, bei denen offizielle Angaben zufolge mehr als 1.200 Menschen, darunter etwa 30 Prozent Kinder, ums Leben kamen.
Folgen für die Region
Die iranische Marine erlitt erhebliche Verluste; mehr als 20 iranische Schiffe wurden von den US-Streitkräften angegriffen oder versenkt. Iran greift als Reaktion auf die Angriffe auch Ziele in Saudi-Arabien, VAE, Katar, Bahrain und Kuwait an. Hunderte Raketen und Drohnen wurden gezählt, wobei die Flugabwehr der betroffenen Länder die meisten abfangen konnte. In Kuwait stürzten mehrere US-Militärflugzeuge ab, wobei sich die Besatzungen retten konnten. Angriffe in Städten wie Dubai, Doha und Manama trafen Hotels, Wohngebäude und Flughäfen.
Die Golfstaaten stehen unter Druck, militärisch zu reagieren, wollen jedoch einen größeren Krieg vermeiden. Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Raketen auf Israel abgefeuert, als Vergeltung für Chameneis Tötung. Israel hat als Antwort Angriffe auf Beirut und andere Gebiete im Libanon gestartet, was zur Flucht Hunderttausender Menschen im Libanon führte. Bislang starben mehr als 120 Menschen, und knapp 700 wurden verletzt.
Die Situation im Iran und der Golfregion bleibt angespannt und könnte sich jederzeit weiter zuspitzen. Die internationalen Bemühungen um eine Deeskalation stehen im Spannungsfeld zwischen militärischen Aktionen und diplomatischen Verhandlungen. Die kommenden Tage und Wochen könnten entscheidend sein für die weitere Entwicklung des Konflikts.
Weitere Informationen zu den aktuellen Geschehnissen finden Sie in der Quelle und im Überblick über die internationalen Reaktionen und Entwicklungen.