Am 12. Mai 2026 hat Präsident Donald Trump während einer Pressekonferenz auf dem Südrasen des Weißen Hauses seine Sichtweise zur Rolle Chinas im Iran-Konflikt geäußert. Trump nahm Stellung zu der Frage, ob Chinas Präsident Xi Jinping bei einem Deal mit Iran helfen könnte. Seine Antwort war klar: „Er könnte. Ich denke nicht, dass wir Hilfe brauchen. Sie sind militärisch besiegt.“ Damit unterstrich er die Stärke der US-Position im Konflikt und stellte gleichzeitig fest, dass Iran entweder das Richtige tun werde oder dass die USA „den Job beenden“ werden. Trump betonte auch, dass er mit Xi über Iran sprechen werde und dass dieser in dieser Angelegenheit „relativ gut“ gewesen sei. Es bleibt abzuwarten, ob dieses Gespräch, das im Rahmen von Trumps bevorstehender Reise nach China stattfinden wird, zu einem Fortschritt führen kann. Auf die Frage nach den Beziehungen zwischen den beiden Ländern äußerte Trump, dass die Reise aufregend sein werde und viele positive Ergebnisse bringen könnte.
Trump lobte zudem die Blockade und stellte fest, dass es keine Probleme mit dem Öl aus der Region gegeben habe. Eine Sprecherin des Weißen Hauses, Olivia Wales, schloss sich Trumps optimistischen Aussichten an, indem sie erklärte, dass die USA unter seiner Führung wieder respektiert werden.
Die geopolitischen Spannungen zwischen China und den USA
Im Kontext der bevorstehenden Reise wird deutlich, dass Xi Jinping und Donald Trump sich auf ein Gipfeltreffen vorbereiten, bei dem die Stabilität der bilateralen Beziehungen sowie strittige Themen wie der Technologie-Wettbewerb und die Taiwan-Frage auf der Agenda stehen dürften. Experten erwarten jedoch keine wesentlichen Durchbrüche bei den langjährigen Spannungen zwischen den beiden Ländern. Der Iran-Konflikt könnte ebenfalls auf die Tagesordnung gesetzt werden, da China als inoffizieller Vermittler gilt. Trotz der von beiden Seiten ausgerufenen Handelsruhe, die viele wirtschaftliche Maßnahmen stoppte, bleiben die grundlegenden Probleme ungelöst. Die Handelskriege, die während Trumps erster Amtszeit begannen, eskalierten im vergangenen Jahr mit Zöllen von bis zu 145% auf chinesische Waren. Auch die Exportbeschränkungen der USA für fortschrittliche Computerchips nach China und Chinas neue Exportgenehmigungen für seltene Erden tragen zur Komplexität der Beziehungen bei.
Die Taiwan-Frage bleibt ein besonders heikles Thema. Die Spannungen haben seit der Wahl von Tsai Ing-wen im Jahr 2016 zugenommen, und die USA sind gesetzlich verpflichtet, Taiwan bei der Selbstverteidigung zu unterstützen, verfolgen jedoch eine Strategie der strategischen Ambiguität. Trump hat kürzlich über Waffenverkäufe an Taiwan mit Xi gesprochen, was die Lage weiter kompliziert. Während China sich in der Vergangenheit zurückhaltend gezeigt hat und nicht stark in die Probleme im Nahen Osten involviert ist, scheinen die USA zu hoffen, dass China Druck auf den Iran ausübt, um den Konflikt zu beenden.
Der geopolitische Kontext
Chinas politischer und wirtschaftlicher Aufstieg verändert global die Machtverhältnisse und hat in den USA Besorgnis ausgelöst, die internationale Supermachtstellung zu verlieren. Der sino-amerikanische Konflikt betrifft nicht nur politische Macht, sondern auch den Status beider Staaten. China sieht seine territoriale Integrität, insbesondere in Bezug auf Taiwan und das Südchinesische Meer, durch die USA gefährdet, während die USA um ihre Vormachtstellung und die Sicherheit ihrer Bündnispartner in der Asien-Pazifik-Region fürchten. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern, die einst stabilisierend waren, haben sich in ein konfrontatives Verhältnis gewandelt, was auch die multilaterale Handelsordnung betrifft. Die Rivalität hat negative Auswirkungen auf Unternehmen aus Drittländern und führt zu einer geoökonomischen Fragmentierung internationaler Handelsströme. Vertrauen in die multilaterale Handelsordnung ist gesunken, und die Möglichkeit, dass Staaten schlechte Vorbilder nachahmen, ist gegeben.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie die bevorstehenden Gespräche zwischen Trump und Xi über Iran und andere strittige Themen die geopolitische Landschaft beeinflussen werden. Der Ausgang dieser Diplomatie könnte weitreichende Folgen für die Beziehungen zwischen den USA und China sowie für die Stabilität im Nahen Osten haben.