Heute ist der 2.04.2026. Die Situation in Libyen bleibt angespannt, insbesondere nachdem Berichte über den libyschen Warlord Khalifa Haftar und seine jüngsten militärischen Fortschritte aufgetaucht sind. Trotz des seit 2011 bestehenden Waffenembargos der Vereinten Nationen hat Haftar offenbar chinesische und türkische Kampfdrohnen in sein Arsenal aufgenommen. Satellitenbilder zeigen mindestens drei moderne Drohnen auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Khadim, der von Haftars Libyscher Nationalarmee (LNA) kontrolliert wird. Diese Drohnen, darunter eine chinesische Feilong-1 und zwei türkische Bayraktar TB2, sind Teil einer militärischen Aufrüstung, die die geopolitischen Spannungen in der Region weiter anheizen könnte.

Die Luftwaffenbasis Al Khadim, die etwa 100 Kilometer östlich von Bengasi liegt, wurde anscheinend modifiziert, um die neuen Drohnen zu verstecken und zu warten. Die Feilong-1, die 2018 von China vorgestellt wurde, ist bekannt für ihre Fähigkeit zu Langstreckenoperationen unter verschiedenen Wetterbedingungen. Haftar hatte bereits zuvor die ältere Wing Loong-2-Drohne eingesetzt, diese jedoch seit 2020 zurückgezogen. Laut Analysten könnte die Akquise dieser fortschrittlichen Drohnen Haftars Position in Verhandlungen über eine Einheitsregierung stärken, während gleichzeitig Fragen zur technischen Expertise seiner Truppen aufkommen. Es wird vermutet, dass externe Unterstützung notwendig sein könnte, um die Drohnen effektiv zu betreiben.

Geopolitische Dimensionen und externe Unterstützung

In den vergangenen Jahren haben sich die geopolitischen Verhältnisse in Libyen stark verändert. Haftar, der 2014 versuchte, die Kontrolle über Libyen zu übernehmen, führte einen Bürgerkrieg, der bis 2020 andauerte. Seine militärischen Aktivitäten wurden durch externe Mächte wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Russland unterstützt. Laut UN-Ermittlungen haben die VAE Haftar mit chinesischen Wing-Loong-II-Drohnen versorgt, während die Türkei ihre TB2-Drohnen an die rivalisierende Regierung in Tripolis lieferte. Diese dynamischen Allianzen verdeutlichen, wie komplex die Lage in Libyen geworden ist.

Die Satellitenbilder, die zwischen Ende April und Dezember 2025 aufgenommen wurden, zeigen auch umfangreiche Bauarbeiten auf Al Khadim, einschließlich neuer Hangars. Diese Infrastruktur könnte möglicherweise der Stationierung der türkischen Bayraktar-Drohnen dienen. Die Identifizierung der Drohnen durch unabhängige Waffenexperten untermauert die Annahme, dass Haftar seine militärischen Fähigkeiten erheblich verbessert hat. Anas El Gomati, Leiter des Sadeq Institute, beschreibt die neuen Drohnen als „enormen symbolischen Gewinn“ für Haftar, was seine Kontrolle über den Osten und Süden Libyens festigen könnte.

Haftars Zukunftspläne

Trotz der Herausforderungen und Rückschläge in seinen Ambitionen bleibt Haftar ein mächtiger Akteur in Libyen. Er kontrolliert bedeutende Ressourcen, insbesondere Öl und Schmuggeloperationen, und hat anscheinend einen Nachfolgeplan, der seine fünf Söhne umfasst, wobei Saddam Haftar als potenzieller Erbe ins Spiel gebracht wird. Berichten zufolge finden Gespräche mit US-Diplomaten statt, um eine mögliche Einigung zwischen den rivalisierenden libyschen Regierungen zu fördern, mit Saddam als Präsidenten.

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Die aktuelle Situation zeigt, wie fragil der Frieden in Libyen ist und wie wichtig die internationale Gemeinschaft sein muss, um den Waffenfluss in das Land zu stoppen. Das UN-Waffenembargo wird zwar offiziell durchgesetzt, in der Praxis wird es jedoch nur leicht überwacht. Dies gibt externen Mächten die Möglichkeit, ihre Interessen in der Region zu verfolgen, während die libysche Bevölkerung weiterhin unter den Folgen jahrelanger Gewalt leidet. Die Entwicklung der Drohnentechnologie und die militärische Aufrüstung könnten die Lage weiter destabilisieren und die Aussichten auf Frieden und Einigung in Libyen trüben.

Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie die vollständige Quelle auf Breitbart und die ergänzenden Details auf Berliner Zeitung nachlesen.