Verurteilung von Brandstiftern: Angriffe auf Premierminister Starmer im Fokus der Ermittlungen
Am 19. Juni 2026 wurde bekannt, dass zwei Männer, der 22-jährige Ukrainer Roman Lavrynovych und der 27-jährige Rumäne Stanislav Carpiuc, am Old Bailey in London wegen Brandstiftung verurteilt wurden. Die beiden hatten Feuer an Immobilien gelegt, die mit dem britischen Premierminister Sir Keir Starmer in Verbindung stehen. Lavrynovych erhielt eine siebenjährige Haftstrafe, während Carpiuc eine zweijährige Strafe verbüßen muss. Die Brandstiftungen fanden im April 2025 in Islington, London, statt und betrafen auch ein Auto, das einst Starmer gehörte. Die Ermittlungen wurden von der Counter Terror Police geleitet, da ein klarer Zusammenhang zur russischen Regierung vermutet wurde (Breitbart).
Die Jury befand die Männer für schuldig in der Verschwörung zu Brandanschlägen und hörte während des monatelangen Prozesses, dass sie Geld angeboten bekamen, um ein Auto und zwei Häuser, die mit Starmer verbunden sind, in Brand zu setzen. Ein mysteriöser russischsprachiger Kontakt mit dem Namen ‚El Money‘ soll die Angriffe koordiniert haben. Lavrynovych war über Telegram-Nachrichten mit diesem Kontakt in Verbindung gestanden und hatte versprochen bekommen, in Form von Kryptowährung für die Brandstiftungen bezahlt zu werden. Bei seiner Festnahme wusste er jedoch nicht, wer Sir Keir Starmer war. Der Richter bezeichnete ihn als „nützlichen Idioten“ und kritisierte seine Naivität (The Guardian).
Die Rolle von ‚El Money‘
Die Ermittlungen zeigten, dass Lavrynovych über 320 Nachrichten zwischen ihm und ‚El Money‘ auf Telegram ausgetauscht hatte, die bis September 2024 zurückreichten. Der Kontakt bot ihm 3.000 £ in Kryptowährung an, wenn er die Brände legte und die Taten filmte. Lavrynovych gab an, dringend Geld für die medizinische Behandlung seines Vaters benötigt zu haben. Laut Commander Helen Flanagan von der Londoner Anti-Terror-Polizei gab es keine ideologische Motivation der Angreifer, und sie wussten nicht, dass sie gezielt Starmer oder mit ihm verbundene Immobilien angriffen (The Guardian).
Hybride Kriegsführung und deren Implikationen
Der Fall wird in den Kontext von Russlands hybrider Kriegsführung eingeordnet, bei der kleine Kriminelle für Aufträge bezahlt werden. Solche Taktiken sind Teil eines größeren Musters, das auch Cyberangriffe und die Verbreitung von Falschinformationen umfasst. Im September 2025 wurde beispielsweise der Flughafen Berlin-Brandenburg Ziel eines Cyberangriffs, und ähnliche Vorfälle ereigneten sich in Großbritannien und Polen. Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass Täter oft anonym agieren oder ihre Beteiligung an solchen Vorfällen bestreiten. Zudem hat Russland aufgrund der Ausweisung von Diplomaten neue Rekrutierungsmethoden entwickelt, die soziale Netzwerke nutzen, um junge Menschen in finanziellen Schwierigkeiten für solche Aktionen zu gewinnen (Deutschlandfunk).
Die Verurteilung von Lavrynovych und Carpiuc wirft Fragen zur Sicherheit und zur Integrität der politischen Landschaft in Großbritannien auf. Premierminister Starmer bezeichnete die Brände als „einen Angriff auf uns alle, auf die Demokratie und die Werte, für die wir stehen“. Ein Regierungssprecher nannte die Angriffe abscheulich und dankte den Strafverfolgungsbehörden für die schnelle Gerechtigkeit, die in diesem Fall hergestellt wurde. Die Gesellschaft steht vor der Herausforderung, die Risiken hybrider Bedrohungen zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu bekämpfen.
