Am 14. Juni 2026 haben Großbritannien und Japan eine umfassende wirtschaftliche und technologische Partnerschaft besiegelt, die voraussichtlich über £18 Milliarden (ca. $24 Milliarden) an Investitionen generieren wird. Diese bedeutende Vereinbarung wurde in London unterzeichnet, während japanischer Premierminister Sanae Takaichi und britischer Premierminister Keir Starmer im Downing Street Büro zusammentrafen. Beide Führer bereiteten sich zudem auf die Teilnahme an einem G7-Gipfel in Frankreich vor.

Im Rahmen dieser Partnerschaft wurden mehr als 10 Handelsabkommen unterzeichnet, darunter ein bemerkenswertes £9-Milliarden Offshore-Windparkprojekt. Starmer bezeichnete die Partnerschaft als „eine neue Ära der Zusammenarbeit“ zwischen den beiden Nationen. Die Gespräche umfassten auch eine Runde mit Vertretern der Industrie aus beiden Ländern.

Technologische Kooperation und Verteidigungsprojekte

Ein zentrales Element der Vereinbarung ist die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Rolls-Royce und der Japan Atomic Energy Agency. Zudem wurde die Gründung der UK-Japan Frontier Tech Partnership (FTP) angekündigt, die britische Forschung in skalierbare Technologien mit japanischen Investitionen in Bereichen wie Künstliche Intelligenz (KI) und Halbleiter umsetzen soll. Ein formeller Produktionsvertrag wird das British Semiconductor Centre mit dem neu gegründeten japanischen Chip-Hersteller Rapidus verbinden.

Im Verteidigungsbereich bekräftigten die beiden Führer ihr Engagement für das Global Combat Air Programme (GCAP), das darauf abzielt, einen supersonischen nächsten Kampfjet zu entwickeln. Dieses Programm wurde 2022 von Großbritannien, Italien und Japan ins Leben gerufen und hat das Ziel, bis 2035 ein neues Militärflugzeug zu entwickeln, das den Eurofighter Typhoon ersetzen soll. Der gesamte Handel zwischen dem Vereinigten Königreich und Japan hat derzeit einen Wert von etwa £140 Milliarden, so die britische Regierung.

Diversifizierung der Handelsbeziehungen

Die aktuelle Partnerschaft zwischen Großbritannien und Japan steht im Kontext einer breiteren Strategie der Diversifizierung der Handels- und Lieferbeziehungen, die von der Bundesregierung angestrebt wird. Die Corona-Pandemie sowie der Ukraine-Krieg haben die Fragilität globaler Lieferketten und die Abhängigkeiten von autokratischen Ländern offengelegt. In der am 14. Juni 2023 veröffentlichten nationalen Sicherheitsstrategie wird die Notwendigkeit der Risikostreuung in Schlüsselbereichen der Wirtschaft betont.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Bundesregierung unterstützt Unternehmen bei ihren Diversifizierungsbemühungen durch geeignete Rahmenbedingungen und Anreize. Strategien wie die China-Strategie und die EU-Freihandelsagenda zielen darauf ab, die multilaterale Wirtschaftsordnung zu stärken und neue Rohstoffquellen zu erschließen. Deutschland, als drittgrößter Warenexporteur weltweit, weiß um die Bedeutung einer breiten Exportbasis, da über 25% der Arbeitsplätze vom Export abhängen. Diverse Förderinstrumente stehen zur Verfügung, um exportorientierte Unternehmen zu unterstützen, darunter Investitions- und Exportkreditgarantien sowie ein umfassendes Markterschließungsprogramm.

Die jüngsten Entwicklungen im britisch-japanischen Handelsverhältnis sind daher nicht nur ein Zeichen für die bilaterale Zusammenarbeit, sondern auch ein wichtiger Schritt in der globalen Strategie zur Stärkung wirtschaftlicher Resilienz und Unabhängigkeit.

Für weitere Informationen zu den Handels- und Investitionszielen der Bundesregierung, besuchen Sie bitte die offizielle Webseite des Bundeswirtschaftsministeriums.