America First Resilience Strategy: Trumps neue Sicherheits- und Außenpolitik
Mit der Veröffentlichung der „America First Resilience Strategy“ hat Präsident Trump ein markantes Signal gesetzt, das die strategische Ausrichtung der Vereinigten Staaten in den kommenden Jahren prägen soll. Diese Strategie, die am 23. Juni 2026 vorgestellt wurde, zielt darauf ab, Gegner der USA daran zu hindern, die nationalen Interessen zu gefährden. Resilienz wird dabei als eine essentielle Fähigkeit definiert, die nicht nur die Handlungsfreiheit bewahrt, sondern auch den amerikanischen Wohlstand sichert und Frieden durch Stärke multipliziert. Trump betont, dass es eine Verpflichtung gibt, die Sicherheit, den Schutz und den Wohlstand der USA zu gewährleisten, während das Land 250 Jahre Freiheit und Unabhängigkeit feiert. Die Strategie enthält vier transformative Grundsätze, die auf die Kernresilienzbereiche angewendet werden, und fördert eine risikoinformierte Haltung, die durch technologische Modernisierung und eine Rückkehr zu föderalistischen Prinzipien geprägt ist. Bürger, Industrie, staatliche und lokale Regierungen sowie die Bundesregierung werden ermächtigt, ihren Teil zur Wahrung der nationalen Sicherheit beizutragen (Quelle 1).
Im Kontext dieser neuen Strategie steht die im November 2025 veröffentlichte National Security Strategy, die eine Neudefinition der amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik darstellt. Diese Strategie, die auf der „America First“-Doktrin von Trumps zweiter Amtszeit basiert, hebt die Prioritäten wie Souveränität, wirtschaftliche Resilienz und strategische Zurückhaltung hervor. Sie markiert einen klaren Bruch mit den idealistischen Ansätzen der Nach-Kalten-Kriegs-Ära und setzt stattdessen auf eine selektive und realistische Außenpolitik, die direkt mit dem Wohl der amerikanischen Bevölkerung verbunden ist. Die Strategie fordert eine verstärkte Grenzsicherheit, industrielle Dominanz, technologische Führerschaft sowie eine faire Lastenteilung mit den Verbündeten (Quelle 2).
Die Rolle der USA in der Welt
Die Nationale Sicherheitsstrategie von Trump definiert die Rolle der USA in der Welt neu und hebt hervor, dass Amerika an erster Stelle stehen muss. Dies steht im Kontrast zu Joe Bidens Strategie von 2022, die China und Russland als Hauptbedrohungen identifiziert. Trump beschreibt Europa als wirtschaftlich im Niedergang und warnt vor den negativen Auswirkungen der EU-Politik, die seiner Meinung nach die politische Freiheit und Souveränität untergraben. Er geht sogar so weit zu behaupten, dass die EU gegründet wurde, um den USA zu schaden. Die Kritik reicht von einer mangelhaften Migrationspolitik, die Konflikte auslöst, bis hin zu einer Zensur der freien Meinungsäußerung und der Unterdrückung politischer Opposition. Der Rückgang der Geburtenraten und der Verlust nationaler Identitäten werden als Zeichen des Niedergangs Europas angeführt (Quelle 3).
Ein zentrales Anliegen der Strategie ist die Wiederherstellung der Stabilität in Europa sowie die Förderung der europäischen Verantwortung für die eigene Verteidigung. Washington erwartet von seinen NATO-Partnern, dass sie bis 2027 einen Großteil der konventionellen Verteidigungskapazitäten übernehmen. Diese Forderung unterstreicht die Abkehr von einer globalen Überdehnung und dauerhaften militärischen Verstrickungen, die Trump als ineffektiv ansieht. Stattdessen möchte er eine transaktionale, souveränitätszentrierte und interessengetriebene Rolle auf der globalen Bühne etablieren.
Insgesamt zeigt die „America First Resilience Strategy“ eine klare Richtung auf, die den Fokus auf nationale Interessen legt und gleichzeitig die globalen Beziehungen neu kalibriert. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie sich diese Strategien auf die internationale Politik auswirken und welche Reaktionen sie in Europa und darüber hinaus hervorrufen werden.
