Heute ist der 4.05.2026. In den USA wird diese Woche die National Small Business Week gefeiert, eine Veranstaltung, die den amerikanischen Unternehmern, Innovatoren und Träumern gewidmet ist. In einem Land, in dem über 36 Millionen kleine Unternehmen existieren und mehr als 45 % der Arbeitskräfte beschäftigen, sind diese Betriebe von grundlegender Bedeutung für die wirtschaftliche Stärke der USA, die sich über 250 Jahre erstreckt. Die aktuelle Administration hat mit dem sogenannten One Big Beautiful Bill einen bedeutenden Schritt unternommen, um die Rahmenbedingungen für kleine Unternehmen zu verbessern und deren Wachstum zu fördern. Dazu gehören unter anderem die größte permanente Steuererleichterung für arbeitende Familien und Unternehmen sowie die dauerhafte Möglichkeit einer 20%igen Steuerabsetzung auf qualifiziertes Geschäftseinkommen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, das Unternehmertum zu stärken und die amerikanische Versprechen zu erneuern, während gleichzeitig unnötige Regulierungen abgebaut werden, um Innovation und Wachstum zu fördern. Die Aufhebung der Berichtspflichten zur wirtschaftlichen Eigentümerschaft (BOI) wird kleinen Unternehmen zudem helfen, fast 130 Milliarden Dollar an Compliance-Kosten zu sparen (White House).

In Deutschland verfolgt die Bundesregierung ähnliche Ziele mit einem milliardenschweren Steuerpaket, das kürzlich vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Dieses Paket soll die Wirtschaft ankurbeln und Investitionen sowie die Elektromobilität fördern. Finanzminister Lars Klingbeil hat einen „Investitionsbooster“ angekündigt, der vorsieht, dass Unternehmen, die ab dem 1. Juli neue Maschinen anschaffen, 30 % der Kosten über drei Jahre schnell abschreiben können. Zudem dürfen betriebliche E-Autos im ersten Jahr zu 75 % steuerlich angerechnet werden – eine Maßnahme, die die Obergrenze für geförderte Fahrzeuge auf 100.000 Euro anhebt. Die Erhöhung der Obergrenze für Investitionen in Forschung und Entwicklung von 10 Millionen Euro auf 12 Millionen Euro ist ein weiterer Schritt zur Förderung von Innovationen. Ab 2028 wird die Körperschaftsteuer schrittweise von 15 % auf 10 % gesenkt. Insgesamt erwartet Finanzminister Klingbeil eine Entlastung der Unternehmen von 2,5 Milliarden Euro in diesem Jahr, die bis 2027 auf fast 12 Milliarden Euro ansteigen soll. Diese Maßnahmen müssen jedoch den Bundesrat passieren, da sie auch Einnahmeverluste für Länder und Kommunen verursachen können (Tagesschau).

Förderprogramme für kleine Unternehmen

In den USA stehen neben den steuerlichen Erleichterungen auch zahlreiche Förderprogramme zur Verfügung, die speziell kleine Unternehmen und Startups unterstützen. Diese Programme konzentrieren sich auf Innovation, Wachstum und Resilienz. Unternehmer suchen häufig nach kostenlosen Zuschüssen und staatlichen Anreizen, um ihre Projekte voranzutreiben. Das SBIR-Programm (Small Business Innovation Research) beispielsweise fördert Innovationen durch nicht-verwässerndes Kapital und bietet Finanzierung für Machbarkeitsstudien, Prototypenentwicklung und Kommerzialisierung. Ähnliche Programme wie STTR und WOSB helfen, die Kommerzialisierung von Forschung zu unterstützen und den Zugang zu Bundesaufträgen für Unternehmen im Besitz von Frauen zu erleichtern. Auch das Manufacturing Extension Partnership (MEP) Programm bietet spezifische Beratungs- und Schulungsleistungen für kleine und mittelständische Fertigungsunternehmen an. Diese Programme sind darauf ausgelegt, praktische Lösungen aus innovativen Technologien zu entwickeln, ohne dass die Unternehmer ihre Eigentumsrechte aufgeben müssen (Onal Gallant).

Insgesamt zeigt sich, dass sowohl in den USA als auch in Deutschland ein starkes Augenmerk auf die Unterstützung kleiner Unternehmen gelegt wird. Diese Initiativen sind nicht nur für das Wachstum der einzelnen Betriebe entscheidend, sondern auch für die gesamte Wirtschaft. Die Stärkung der kleinen Unternehmen ist ein Schritt in Richtung einer resilienteren und innovativeren Wirtschaft, die in der Lage ist, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.